Wer bin ich?Selbstportrait von Martin Vögeli VorbemerkungenEs gibt auch Menschen, die haben keine Zeit für here Prosa, wie sie hier feil geboten wird. Für diese Zielgruppe wird auch einfache Kost in Form von Photos angeboten. Man könnte ja auch denken, der kann ja über sich schreiben was er will. Das stimmt, und dass habe ich! Doch hier ist einer, der hat auch mal was über mich geschrieben - für unsere Diplomzeitung hat Rolf Rohner alle Fakten über meine Person akribisch zusammengetragen. Ich füge hier seinen Bericht unzensiert an. Eine Frage der DefinitionWer bin ich? Eine gute Frage. Wie definiere ich mich, was unterscheidet mich von anderen? Man würde denken diese Frage lässt sich leicht beantworten. Schliesslich leben wir in einer Zeit, welche INDIVIDUUM gross schreibt! TabellarischNun ich könnte jetzt eine persönliche Statistik aufstellen: Name, Alter, Grösse, Gewicht, Nationalität etc. Aber ich glaube, dass würde mir nicht gerecht. Natürlich prägen einen diese Eigenschaften, aber machen sie Dich und mich aus? Die andere ListeDie Tabelle liesse sich aber noch fortsetzen: Fähigkeiten, Interessen, Neigungen, Glauben. Oder negiert: Unfähigkeiten, Desinteressen, Abneigungen, Unglauben. Ich denke, jetzt kommen wir der Sache schon näher. Kopfball und QuastenflosserIch bin Meister im Themenwechsel und Gedankensprung und mag das Wort Querdenker. Dementsprechend ist der von mir gewählte Weg nicht immer der kürzeste, aber er führt trotzdem meist zum Ziel. Nichts destotrotz, oder gerade deshalb, halte ich mich für einen ideenreichen Menschen. Nicht immer und in jeder Situation, aber immer wieder! Gebildeter WandervogelIm Verlaufe der Jahre, habe ich ein beträchtliches Allgemeinwissen gesammelt. Viel habe ich in der Schule gelernt, aber einen nicht zu vernachlässigenden Teil weiss ich von meinen ausgedehnten Streifzügen durch die Fernsehwelt. Die diversen freiwillig absolvierten Kurse und meine meist kurze Mitgliedschaft bei Vereinen, deuten auf einen weiteren markanten Wesenszug hin: sobald ich etwas tiefer in ein Gebiet hineingesehen und die Grundzüge erkannt habe, beginnt es mich zu langweilen und ich ziehe zum Nächsten weiter. Der Mensch ist ein Jäger und Sammler...... aber ich bin kein Verkäufer. Entweder ich kann hinter einer Sache/Idee stehen oder nicht. Ich fühle mich nicht als Materialist, da schon eher als Kapitalist. Das hat einen einfachen Grund. Ich will mein Herz nicht an Gegenstände binden, denn ich hasse es, mich von etwasem zu trennen. So kommt es auch, dass man mich wohl einen Papierfetischisten nennen könnte, denn als Schüler, später Lehrling (auch Azubi) und schliesslich als Student hat man es vor allem mit Büchern, Arbeitsblättern und Skripten zu tun. Da kann sich schon etwas ansammeln - und ich habe praktisch nichts fortgeworfen! Meine Kollektion reicht allerdings über den Selbstzweck hinaus: mein Gedächtnis ist nämlich etwas eigen. Manchmal kann ich mich des genauen Sachverhaltes nicht mehr richtig entsinnen, aber ich weiss noch, wo und wann ich etwas gelernt oder gehört habe. Oft bleibt mir auch noch das Layout der Seite in Erinnerung, dann kann ich einfach schnell in meiner "unikaten" Datensammlung nachschauen. Nur schade, dass ich die nicht immer dabei habe... Words, Words, WordsMeine ironische Ader ist oft nicht zu verkennen, obwohl ich mich auch noch an eine Zeit erinnern kann, als ich die Bedeutung des Wortes "Ironie" noch nicht kannte. In diesem Zusammenhang finde ich es auch interessant, dass ich in Gesprächen oft nicht bemerke, wenn jemand sonst versteckten Spott anbringt. Meine Vorliebe für Wortspielereien habe ich wohl von meiner Mutter geerbt. Bei dieser Marotte ist wohl auch der Ursprung für mein Verständnis von Humor zu suchen. Es hat meine Mitmenschen schon des Öfteren vor unlösbare Rätsel gestellt: Problem erkannt, Problem gebannt! Will sagen: ich arbeite an meinem Witz. Viva la MusicaIch zähle Musik eigentlich nicht zu meinen Hobbys, aber sie spielt natürlich auch in meinem Leben eine gewichtige Rolle. Keine der Musen findet einen so direkten Zugang zu meinem Herzen wie "Polyhymnia". Aber gerade bei diesem Aspekt kann es sich auch um den grössten Minuspunkt handeln. Sie falsche Musik zur falschen Zeit nervt tödlich. Ich höre gerne Radio zur Arbeit, aber wenn sich fünf Personen in einem Raum befinden, ist der Streit um die richtige Station vorprogrammiert! Ein bisschen bin ich auch meine eigene Jukebox. Ich pfeife nämlich für mein Leben gerne - bewusst oder unbewusst. Ob ich das gut mache? Tja, da streiten sich die Geister! Neben Polyhymnia ist mir auch "Terpsichore" nahe - die Muse des Tanzes. Allerdings muss alles zusammenpassen, damit ich so richtig in Fahrt komme. Sehr wichtig ist, dass die Musik so richtig abgeht. Ich shake oft auch spontan in meinem Zimmer, wenn ich Lust dazu habe. Wer mehr zu diesem Thema erfahren will, muss den Artikel von Rolf Rohner lesen - viel Spass! Ökologische Ökonomie"Ich stelle keine grossen Ansprüche." So charakterisierte ich mich einmal selbst bei meinem kurzen Intermezzo an der Kantonsschule Romanshorn. In dieser Beziehung habe ich mich nicht sehr verändert. Soweit meine Erinnerung zurückreicht, war ich stets sparsam. Es fing damit an, dass ich an Ostern jeweils die Schockolade rationierte und so länger als andere von meinem Vorrat zehren konnte. Die Süssigkeiten schmeckten manchmal nicht mehr so gut, wenn ich zu lange wartete, bis ich mich schlisslich über sie her machte. FreizeitbewältigungSport ist Mord?Seit März 2001 (Beginn ZHWsport-Semesterprogramm) betreibe ich im Durchschnitt fünf bis sieben Mal Sport pro Woche, meist über die Mittagszeit. Die Disziplinen: Unihockey (1x), Kraftraum (2x), Konditionstraining (1x), Vitaparcours (2x) und Squash (1x). Anlass waren die frustrierend bewegungsarmen Arbeitsstunden am Computer und das ewig gleich schmeckende Essen in der Mensa, welches ich schon nach drei Monaten Assistenz nicht mehr riechen konnte... Anmerkung: Es lässt sich an einer Hand abzählen, wie oft ich während dem Studium in der Mensa gegessen habe. Nämlich: am ersten Schultag (noch während der RS), an den beiden Vordiplomen und beim 125jährigen Jubiläum des Technikums, weil ich da die Gesprächsrunde mit (in die Jahre gekommenen) ehemaligen Studierenden leitete, war das Essen sogar bezahlt :) Das Universum ist hier!Ich interessiere mich für Science Fiction und Utopien, da habe ich schon eine ganze Menge Bücher gelesen und Filme gesehen. Leider blieb neben dem Studium nicht viel Zeit dafür übrig! Jetzt, da ich das Diplom in der Tasche habe, komme ich hoffentlich wieder vermehrt dazu. Diagnose: DownloadfiberEs gibt da allerdings ein Problem: Das Fernsehprogramm birgt nur mehr selten interessante Hotspots für mich. Die meisten dort gezeigten Filme habe ich schon gesehen. Erst wollte ich mich mit "Konserven" aus einer guten Mediothek eindecken, aber glücklicherweise habe ich das Internet als unerschöpfliche Quelle für neue Filme und Musik entdeckt... Inzwischen dürfte ich schon mehr als 0,1 TB (oder 100 GB) runtergeladen haben und bekam deshalb auch schon einen persönlichen Besuch von unserem Netzwerkadministrator Peter Eggimann, der mich aufforderte meinen Bandbreitenhunger doch etwas im Zaum zu halten. Laut seinen Aussagen war ich zu diesem Zeitpunkt (Ende 2001) einsamer Downloadmeister der Schule - man könnte mich also durchaus als Bandbreitenjunkie bezeichen :) Das Netzwerk der Schule belaste ich jetzt nicht mehr damit (wurde inzwischen auch offiziell verboten). Dafür steht mir aber ADSL zuhause zur Verfügung - und ich lese auch wieder mehr. Die zur Zeit verfügbaren fünf Bände von Harry Potter habe ich in den Weihnachtsferien 2004 durchgelesen. Immerhin über 2500 Seiten auf englisch! Gleich hast Du's geschafft!Wenn Du Dich bis hier hin durchgelesen hast, willst wirklich mehr über mich erfahren als die Allgemeinheit oder ich kann stolz auf mich sein, weil der Text gelungen ist. Ich bedanke mich jedenfalls sehr für das Interesse und hoffe, Du schreibst mir mal! © 1998-2008
Martin Vögeli. Für Inhalte und Links werden keine Verantwortung
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