Visualisieren von Prozessdaten und Simulationen unter Jbed

Zusammenfassung

Um Reglerprozesse analysieren zu können, sind messtechnische Datenerfassungs- und Visualisierungsmöglichkeiten notwendig. Unsere Aufgabe bestand nun darin, diese Analyse in Echtzeit, mit Hilfe des auf Java basierenden Echtzeitbetriebssystems Jbed zu realisieren.

Es galt einen auf einer Führung schleifenden Körper mit Hilfe von selber bestimmbaren Regelparameter positionieren zu können. Da uns keine reale Regelstrecke zur Verfügung stand, wurde innerhalb des Reglerprogrammes eine Simulation realisiert, welche die Strecke ersetzt.

Eine graphische Benutzeroberfläche soll dem User als Ein- und Ausgabeeinheit dienen. Zu diesem Zweck wurde ein Applet und eine Applikation erstellt. Über TCP/IP können Parameter online an den Regler übergeben, respektive aktuelle Prozessgrössen an die Benutzeroberfläche zurückgegeben werden. Um den Prozess visualisieren zu können, wurde ein einfacher Scope, verwirklicht.

Verbesserungen oder Ergänzungen könnten natürlich noch einige gemacht werden. So würde sich zum Beispiel eine Reibungskompensation nur positiv auf den Regelvorgang auswirken und die Simulation wäre mit einem vom Zufall abhängigen Anteil der Reibungskraft um einiges näher an der Realität. Von Seiten des GUIs gäbe es noch diverse graphische Raffinessen zu erweitern, welche bei dieser Arbeit aber nicht im Vordergrund standen.

Die erfolgreich beendeten Tests und Ergebnisse konnten nach zweiwöchiger Verlängerung präsentiert werden. Grund für die Verzögerung war, dass uns der Hersteller des Betriebssystems Jbed die erforderliche neuere Version erst mit etwas Verspätung zustellen konnte.

Die für uns neun statt sieben Wochen waren eine kurze Zeit und mussten gut eingeteilt und geplant werden – gerade in einer Gruppe, welche zum ersten Mal zusammenarbeitet. Es kann sich auch positiv auswirken, anfangs einen Projektleiter zu bestimmen.

Wir sind uns ein für alle Mal klar geworden, dass ein gutes Softwarekonzept Gold wert ist. Hier sollte zuletzt an Zeit gespart werden.

Winterthur, 5. Juni 2000, Gion Baker, Marcel Schubiger und Martin Vögeli