ArbeitSchulbildungMein Weg durch die Schulen ist etwas atypisch. Meine Schulzeit verbrachte ich grösstenteils in Sulgen. Nach Kindergarten, Primarschule und Mittelstufe folgte ein Jahr an der Realschule, bevor es mir zur Sekundarschule reichte. Dort blieb ich allerdings nur für zwei Jahre, danach gelangte ich an die Kantonsschule Romanshorn. In dieser Zeit begann ich bei meinem Onkel Cyrill Pfiffner, meist in den Sommerferien, mit der Fenstermontage für die Fritschi Fensterbau AG - einer anstrengenden, dafür aber lukrativen Beschäftigung. Sie begleitet mich bis heute von Zeit zu Zeit! Leider verliess ich dort die Bühne in Romanshorn schon nach einem kurzen Jahr, da ich die Probezeit nicht bestand - schade, schade! Mein Wunsch (Geschichte und Germanistik) zu studieren schien sich erledigt zu haben. Immerhin, ich war trotzdem ein bisschen stolz, als der Rektor Hans Weber mich bei seiner Rede zum Ende des Schuljahres aus meinem Abschiedsbrief zitierte. LehrzeitEin Besuch beim Berufsberater brachte nicht den gewünschten Erfolg. Er konnte mir auch nicht bei der Findung meines Wunschjobs helfen. Allerdings kannte er jemanden bei der Firma Müller Martini Buchbindesysteme und tatsächlich, war dort noch eine Maschinenmechanikerlehrstelle frei. Ich verschaffte mir einen Einblick mit einem Besuch vor Ort beim Lehrmeister Kaspar Furrer und dann auch einer Schnupperlehre. Den Rest kann man sich denken... Die gewerbliche Berufs- und die technische Berufsmaturitätschule besuchte ich in Frauenfeld. Bis dahin sah ich meine Stärken und Interessen hauptsächlich in Fächern wie Deutsch und Geschichte. Das änderte sich bei meinem Klassenlehrer Fritz Zimmermann. Mathematik, bis dahin Angstlektionen, avancierten zu freudig erwarteten Events. Der Erfolg blieb nicht aus - ich schloss meine Berufsmaturität mit dem zweitbesten Notendurchschnitt im Thurgau ab. Wir waren der erste Jahrgang, der das begehrte Papier in Empfang nehmen durfte. StudiumOhne Umschweife machte ich mich nach der Rekrutenschule zum Sanitätssoldaten an mein Fachhochschulstudium am damaligen Technikum Winterthur Ingenieurschule. Die Schwerpunkte und Projektarbeiten in meinem Diplomjahr lagen in Bereichen wie Biomechanik, mechatronischer Systeme und Javaprogrammierung. Vor allem befasste ich mich aber mit meinen Vertiefungsfächern Automatisierungs- und Verfahrenstechnik. Während der Studienzeit engagierte ich mich als Departementsvertreter für die Maschienbaustudierenden des Vereins Studierender an der ZHW, Schreiberling für die Studierendenzeitschrift Mosaïk und Gründungsmitglied des Studierendenaustausches éCHange - heisst inzwischen ESN Winterthur (Erasmus Student Network). Dort konnte ich einen Blick hinter die Bühne, die sich Hochschule nennt, werfen. So kam es auch, dass sowohl ich den Namen des damaligen Rektors, als auch er meinen kannte... Meine Diplomarbeit (Webseite oder Kurzfassung) leistete ich bei Alexander Stücheli zusammen mit Christoph Uhlmann in Bandung, auf der Insel Java. Die neun Wochen in Indonesien sind wohl eine der eindrücklichsten Erfahrungen meines Lebens und haben mich und mein Bild von der Welt stark geprägt und verändert. Mich führte diese Reise zum ersten Mal aus der Schweiz und den umliegende Ländern heraus und zeigte mir die Realitäten auf, welche in einem Entwicklungsland herrschen. Am 2. Dezember 2000 wurde mir dann zusammen mit den anderen ersten schweizerischen Fachhochschulabsolventen (nur Männer im Maschinenbau) nach dreijährigem Studium das Diplom zum Ingenieur FH überreicht. EnglischSchon während dem Studium bildete ich mich in Englisch weiter und besuchte unter anderem den Vorbereitungskurs zum Certificate in Advanced English bei Hans Schütz, welches ich mir dann im Juni 2000 auch holte! Doch damit nicht genug, nach einem weiteren Kurs bei Paul Kelly, dem besten Englischlehrer, den ich je hatte - und Sie dürfen mir glauben, das waren schon eine ganze Menge (>10) - holte ich mir im Juni 2002 auch noch das Certificate of Proficiency in English. Zum Erreichen dieses Niveaus, haben mir wohl auch das Internet und Science Fiction ("Hitchhiker's Guide to the Galaxy") geholfen, so stellt "Reading" auch meine Stärke dar. Aber auch beim "Interview" konnte ich mit überdurchschnittlichen Leistungen abschliessen. Meine erste Stelle...Nach dem Studium arbeitete ich als technischer Assistent für eLearning an meiner alten Fachhochschule, die inzwischen Zürcher Hochschule Winterthur heisst. Das Ziel des Swiss Virtual Campus Projektes "Signale und Systeme" ist der erste webbasierte Kurs unserer Institution - und mein Einstieg in die IT-Welt. In diesem Zusammenhang lernte ich Andreas Röllinghoff und Andreas Ninck vom Forum Neues Lernen kennen. Sie boten mir die Möglichkeit bei WebCT-Workshops als Assistent mitzuarbeiten. Ausserdem entwickelte und unterrichte(te) ich den Freifachkurs "Workshop Multimedia" zu den Themen HTML, CSS sowie JavaScript, Macromedia Flash und QuickTime. ...und FirmaIm März 2001 ging ich mit der Website meiner ersten Firma w3soft online. In der Startphase geht es nicht darum eine Menge Geld mit ihr zu verdienen. Viel mehr will ich Erfahrungen sammeln, um abschätzten zu können, ob ich mich als eigenständiger Unternehmer eigne oder nicht. Leider konnte ich mich neben meiner alltäglichen Arbeit nicht genügend zur Akquisierung von Kunden motivieren, und so blieb w3soft mehr eine Idee als eine richtige Firma und ich habe sie aufgegeben. Jetzt habe ich meine Anstrengungen auf das Schreiben und Geben des oben erwähnten Workshops verlegt und kleinere Auftragsarbeiten verlegt. ESN WinterthurNach dem Studium dachte ich eigentlich, dass meine Zeit bei ESN Winterthur vorüber sei und ging nicht mehr an die Sitzungen. Aber da ich als Assistent weiterhin an der Schule tätig war, wurde ich wieder dazu eingeladen - und bin inzwischen bald zwei Jahre der Präsident des Vereins. Es macht Spass Leute aus aller Herren Länder zu treffen und etwas zu bewegen. Koordinator für eLearningIm Jahr 2003 konnten wir (Georgios Lekkas, Norbert Hanke und meine Wenigkeit unterstützt vom von uns einberufenen eLearningGremiums) der ZHW klar machen, dass sie unbedingt etwas in Sachen eLearning unternehmen muss. Dank der Hilfe des neuen Prorektors Matthias Elmer gelang uns dies auch und ich konnte im Januar 2004 die neu geschaffene Funktion des Koordinators für eLearning übernehmen. © 1998-2010
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